Offsetdruck

Das am meisten verwendete Druckverfahren ist der Offsetdruck. Offset heißt Versatz. Bei dem hochwertigen Flachdruckverfahren wird indirekt auf Papier gedruckt. Das geschieht von einer Druckplatte aus über einen Zwischenträger. Als Zwischenträger wird ein Gummituch verwendet. Auf diese Weise können fast alle Papiersorten bedruckt werden. Dabei spielt es keine Rolle ob das Papier strukturiert, rau oder glatt ist. Als indirektes Flachdruckverfahren wird der Offsetdruck bezeichnet.

Offsetdruck

Der Steindruck wurde weiterentwickelt zum Offsetdruck.

Der Steindruck wurde weiterentwickelt zum Offsetdruck. Alle Druckflächen befinden sich in einer Ebene. Das betrifft die nicht druckenden und die druckenden Stellen. So können sich diese Stellen durch ihre verschiedenen Eigenschaften der Oberfläche der Druckform voneinander abgrenzen. Stellen die nicht gedruckt werden sollen werden mit Wasser benetzt. Die Stellen die gedruckt werden sollen werden mit Druckfarbe bedeckt. Um eine genaue Druckbildübertragung beim Offsetdruck zu erreichen, ist der Anpressdruck zwischen den Zylindern entscheidend. Eine bedeutende Rolle spielt dabei die physikalisch- chemische Wechselwirkung. Man unterscheidet zwischen Rollen- und Bogenoffsetdruck.

Beim Rollenoffsetdruck erfolgt der Druck direkt auf das von einer Rolle abgewickelte Papier. Die Maschinen sind schneller und größer. In einem Infrarot-Trockner werden die Papierbahnen getrocknet. In der weiteren Verarbeitung wird das Papier gefalzt, geheftet und beschnitten. Damit erhält man das fertige Endprodukt nach nur einem Maschinendurchlauf. Das Verfahren wird vor allem für den Druck von Verpackungen, Werbebeilagen, Zeitungen und Bücher genutzt.

Beim Bogenoffsetdruck laufen die einzelnen Papierbögen nacheinander durch die Maschinen. Diese Offset Drucktechnik wird für den Druck von Verpackungen, Etiketten, Land- und Ansichtskarten genutzt.

Lithographie

Lithographie kommt aus dem griechischen Wortschatz. Lithos bedeutet Stein und graphein bedeutet schreiben. Das ergibt ein Schreiben mit Stein oder besser den Steindruck. Dabei liegen alle zu druckenden und nicht zudruckenden Teile in einer Ebene, wie bereits im Offsetdruck beschrieben. 1798 erfand in München Alois Senefelder den Steindruck. Er änderte das Druckverfahren von einem Reliefdruck in einen auf einer Ebene passierenden Druck. Dabei kommt es auf den Gegensatz von Wasser und Fett an. Beide stoßen sich voneinander ab.

Druckverfahren

Die gebräuchlichsten Druckverfahren sind:
-Flachdruck → Bogen- und Rollenoffsetdruck
-Durchdruck → Siebdruck
-Digitaldruck → Elektrofotografie, Ink-Jet
-Hochdruck → Flexo- und Buchdruck
-Tiefdruck → Dekor- und Illustrationstiefdruck

Siebdruck

Mit einem feinmaschigen Siebgewebe aus Nylon oder Polyester arbeitet man beim Siebdruck. Dieses Netz ist auf einen Siebdruckrahmen aus Aluminium oder Holz gespannt. Auf das Sieb streicht man eine fotosensible Emulsion und läßt sie trocknen. Eine nicht transparente Maske auf dem Sieb aufgebracht verhindert die Belichtung der von ihr bedeckten Stellen. Bei der Bestrahlung mit UV-Licht härten nur die nicht abgedeckten Stellen aus.

Digitaldruck

Beim Digitaldruck benötigt man anders als im Offsetdruck keine feste Druckvorlage. Der Computer überträgt das Druckbild direkt in eine Druckmaschine. Es wird ein elektrofotografisches Drucksystem genutzt.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *